Weg­punkte 9 – 12: Laub­wald, Bär­wurz­wiese, Stein­rü­cke, Fich­ten­berg­wald

Bota­ni­scher Gar­ten Schel­l­er­hau – Rund­gang

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Weg­punkt 9: Laub­wald

Buchenfarn
Buchen­farn

In die­sem Quar­tier sind die Pflan­zen­ar­ten cha­rak­te­ris­ti­scher Laub­wald­ge­sell­schaf­ten des Osterz­ge­bir­ges zusam­men­ge­fasst, ins­be­son­dere des Hainsimsen-(Tannen)-Fichten-Buchenwaldes (Luzulo-Abieti-Fage­tum), des Zahn­wurz-Buchen­wal­des (Den­ta­rio-Fage­tum) und des Eschen-Ahorn-Hang­wal­des (Acero-Fra­xine­tum).

Türkenbund-Lilie
Tür­ken­bund-Lilie

Neben den typi­schen Grä­sern und Far­nen die­ser Gesell­schaf­ten wach­sen hier u.a. Gewöhn­li­cher Sei­del­bast (Daphne meze­reum), Ech­tes Lun­gen­kraut (Pul­mo­na­ria offi­ci­na­lis), Wald-Geiß­bart (Arun­cus dioi­cus var. dioi­cus), Früh­lings-Plat­t­erbse (Lathy­rus ver­nus), Zwie­bel-Zahn­wurz (Car­da­mine bul­bi­fera), Mond­viole (Luna­ria redi­viva), Wald-Bin­gel­kraut (Mer­cu­ria­lis peren­nis) und Schwarz­früch­ti­ges Chris­tophs­kraut (Actaea spi­cata). Eine beson­dere Zierde die­ses Quar­tiers sind zur Blü­te­zeit Tür­ken­bund-Lilie (Lilium mart­a­gon) und der Sie­ben­bür­ger Herbst-Kro­kus (Cro­cus bana­ti­cus).

Siebenbürger Leberblümchen
Sie­ben­bür­ger Leber­blüm­chen

In Rand­be­rei­chen sind auch einige nicht hei­mi­sche Arten ange­sie­delt, so die Drü­sige Zahn­wurz (Car­da­mine glandulosa) des Kar­pa­ten­rau­mes, das Sie­ben­bür­ger Leber­blüm­chen (Hepa­tica trans­syl­va­tica), die Euro­päi­sche Zahn­li­lie (Ery­thro­nium dens-canis) und das Wilde Alpen­veil­chen (Cycla­men pur­pu­ras­cens subsp. pur­pu­ras­cens).

Weg­punkt 10: Bär­wurz­wiese

Bärwurzwiese
Bär­wurz­wiese

Die Bär­wurz­wiese ver­kör­pert mit ihren blü­ten­rei­chen wür­zi­gen Kräu­tern und ihrem hohen Anteil an Mit­tel­grä­sern die für das Osterz­ge­birge typi­sche kurz­hal­mige Berg­wiese.

Hochsommerliche Bergwiese
Hoch­som­mer­li­che Berg­wiese

Cha­rak­te­ris­ti­sche Kräu­ter­ar­ten sind neben der namens­ge­ben­den Bär­wurz (Meum atha­man­ti­cum), die Perü­cken-Flo­cken­blume (Cen­tau­rea pseu­do­phry­gia), das Kan­ten-Hartheu (Hype­ri­cum macu­la­tum), das Gebirgs-Täschel­kraut (Thlaspi cae­ru­le­scens), die Berg-Plat­t­erbse (Lathy­rus lini­fo­lius), die Alant-Dis­tel (Cir­sium hele­nioi­des) sowie die Ährige Teu­fels­kralle (Phy­teuma spi­ca­tum).

Weg­punkt 11: Stein­rü­cke

Schautafel an der Steinrücke
Schau­ta­fel an der Stein­rü­cke

Das Land­schafts­bild des Osterz­ge­bir­ges wird maß­geb­lich von den Stein­rü­cken der Wald­hu­fen­dör­fer geprägt. Stö­rende Steine wur­den bei der land­wirt­schaft­li­chen Kul­tur­nahme und der wei­te­ren Boden­be­ar­bei­tung an den Besitz­gren­zen abge­la­gert. Im Erz­ge­birge nennt man diese Lese­stein­wälle Stein­rü­cken. Sie gestat­ten uns einer­seits einen beque­men Rück­schluss auf die in der Umge­bung anste­hen­den Gesteine und sind beson­ders wert­voll durch die Pflan­zen­welt, die sich auf ihnen im Laufe der Jahr­hun­derte ange­sie­delt hat.

Feuer-Lilie
Feuer-Lilie

Da wir auf ihnen die ver­schie­dens­ten öko­lo­gi­schen Arten­grup­pen (Wald- und Wie­sen­ar­ten, Acke­runkräu­ter, Ruderal­pflan­zen und Arten der Saum­ve­ge­ta­tion) vor­fin­den, gehö­ren sie zu den pflan­zen­ar­ten­reichs­ten Bio­to­pen der Kul­tur­land­schaft.

Weg­punkt 12: Fich­ten­berg­wald

Gewöhnlicher Rippenfarn
Gewöhn­li­cher Rip­pen­farn

Das Fich­ten­berg­wald-Quar­tier ver­eint mehr oder weni­ger die Arten der im Erz­ge­birgs­raum auf­tre­ten­den Unter­ge­sell­schaf­ten, in denen allein die Fichte (Picea abies) der beherr­schende Baum ist. Die Weiß-Tanne (Abies alba), die hier zwi­schen­ge­pflanzt ist, gilt als Zei­ger­art für die Luft­qua­li­tät. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich die Luft­qua­li­tät hier im obe­ren Osterz­ge­birge so spür­bar ver­bes­sert, so dass sich die jun­gen Weiß-Tan­nen gut ent­wi­ckeln.
Die Fichte lässt außer der Eber­esche (Sor­bus aucup­a­ria) kaum andere Baum­ar­ten auf­kom­men.

Stengelumfassender Knotenfuß
Sten­gel­um­fas­sen­der Kno­ten­fuß

Cha­rak­te­ris­ti­sche Arten der Kraut­schicht die­ses Quar­tiers sind: Euro­päi­scher Sie­bens­tern (Tri­en­ta­lis euro­paea), Zwei­blätt­ri­ges Schat­ten­blüm­chen (Mai­an­the­mum bifo­lium), Alpen-Brand­lat­tich (Homo­gyne alpina), Sten­gel­um­fas­sen­der Kno­ten­fuß (Strep­topus ample­xi­fo­lius), Hei­del- und Prei­sel­beere (Vac­ci­nium myrt­il­lus, Vac­ci­nium vitis-idaea), Draht-Schmiele (Deschamp­sia fle­xuosa), Wol­li­ges Reit­gras (Cala­ma­gros­tis vil­losa), Wald-Mar­bel (Luzula syl­va­tica), Breit­blätt­ri­ger Dorn­farn (Dryop­te­ris dila­tata), Gebirgs-Frau­en­farn (Athy­rium dis­ten­ti­fo­lium) und Gewöhn­li­cher Rip­pen­farn (Blech­num spi­cant).

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