Weg­punkte 1 – 4: Asien, Kau­ka­sus, Lat­schen­kie­fern­ge­büsch, Moor­bio­top

Bota­ni­scher Gar­ten Schel­l­er­hau – Rund­gang

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Weg­punkt 1: Asien

Japanische Waldanemone
Japa­ni­sche Wald­ane­mone

Der asia­ti­sche Raum ist die Hei­mat einer Viel­zahl bekann­ter und alt­be­währ­ter Gehölze und Stau­den unse­rer Gär­ten. So bei­spiels­weise der im Ein­gangs­be­reich in ver­schie­de­nen Arten und Sor­ten gepflanz­ten Rho­do­dend­ren, Astil­ben, Kugel­pri­meln (Pri­mula den­ti­cu­lata) und Japan-Ane­mo­nen (Ane­mone hupehen­sis). Weni­ger bekannt ist der Chi­ne­si­sche Blu­men­hart­rie­gel (Cor­nus kousa var. chi­nen­sis), des­sen kleine unauf­fäl­lige Blü­ten von vier gro­ßen, wei­ßen Hüll­blät­tern umge­ben sind. Sel­te­ner zu sehen sind auch die spä­ter blü­hen­den Glo­cken- und Eta­gen­pri­meln, der kleine Schnee-Fel­be­rich (Lys­i­ma­chia for­tu­nei) und die Chi­ne­si­sche Troll­blume (Trol­lius chi­nen­sis) mit ihren weit geöff­ne­ten gel­ben Blü­ten­scha­len.

Chinesischer Schmuckenzian
Chi­ne­si­scher Schmu­cken­zian

Deko­ra­tive Blatt­schmuck­stau­den in die­sem Quar­tier sind die ver­schie­de­nen Schau­blät­ter (Rod­ger­sia). Im Herbst fas­zi­niert das leuch­tende Blau der in unter­schied­li­chen Sor­ten gepflanz­ten Chi­ne­si­schen Herbst-Enziane (Gen­tiana sino-ornata) die Besu­cher.

Hundertjährige Kurilen-Lärche
Hun­dert­jäh­rige Kuri­len-Lär­che

Einen mar­kan­ten Abschluss des Asi­en­quar­tiers bil­det die bereits 1906 gepflanzte Kuri­len-Lär­che (Larix kuri­len­sis) mit ihren weit­aus­la­den­den Ästen und der gold­gel­ben Herbst­fär­bung.

Weg­punkt 2: Kau­ka­sus

Gelbe Blütenpracht der Pontischen Azaleen
Gelbe Blü­ten­pracht der Pon­ti­schen Aza­leen

Im Früh­jahr beein­dru­cken hier vor allem die Pon­ti­schen Aza­leen (Rho­do­den­ron luteum) mit ihren satt­gel­ben, stark duf­ten­den Blü­ten zusam­men mit den lila­rosa Blü­ten­st­ut­zen des Rho­do­den­dron smirno­wii, der weiß­blü­hen­den Büschel-Ane­mone (Ane­mone fasci­cu­lata) und den zart­blauen Blü­ten­ker­zen des Enzian­ähn­li­chen Ehren­prei­ses (Vero­nica gen­tia­noi­des).

Blütenstand der Riesen-Glockenblume
Blü­ten­stand der Rie­sen-Glo­cken­blume

Anschlie­ßend domi­nie­ren die kau­ka­si­schen Storch­schnä­bel mit ihrem Lilab­lau und danach die präch­ti­gen Rie­sen-Glo­cken­blu­men (Cam­pa­nula lac­tif­lora) in den unter­schied­lichs­ten Blau­tö­nen, zu denen die von Schmet­ter­lin­gen umgau­kel­ten gel­ben Korb­blü­ten der Schö­nen Tele­kie (Tele­kia spe­ciosa) einen reiz­vol­len Kon­trast bil­den.

Weg­punkt 3: Lat­schen­kie­fern­ge­büsch

Blütenstand des Weißen Germer
Blü­ten­stand des Wei­ßen Ger­mer

Da die Lat­schen­kie­fer (Pinus mugo) im alpi­nen Raum sowohl auf sau­ren als auch basi­schen Böden gedeiht, kann die sie beglei­tende Vege­ta­tion sehr viel­ge­stal­tig sein. Wäh­rend die Lat­schen­kie­fern­ge­bü­sche über Kalk wesent­lich arten­rei­cher und far­ben­freu­di­ger sind, über­wie­gen auf Urge­stein meist Arten der sau­ren Zwerg­strauch­ge­sell­schaf­ten.

Frauenfarn und Wald-Storchschnabel
Frau­en­farn und Wald-Storch­schna­bel

Im auf sau­rem Schel­l­er­hauer Gra­nit ange­leg­ten Lat­schen­kie­fern­quar­tier des Gar­tens sind neben den Zwerg­strauch­ar­ten u.a. die Wald-Mar­bel (Luzula syl­va­tica), Aller­manns­har­nisch (Allium vic­to­ria­lis), der Wald-Storch­schna­bel (Gera­nium syl­va­ti­cum), das Schmal­blätt­rige Wei­den­rös­chen (Epi­lo­bium angusti­fo­lium), Schwal­ben­wurz-Enzian (Gen­tiana asclepia­dea), Pla­ta­nen­blätt­ri­ger Hah­nen­fuß (Ranun­cu­lus pla­ta­ni­fo­lius) und ein­zelne Ger­mer (Ver­a­trum) zu fin­den.

Weg­punkt 4: Moor­bio­top

Scheidiges Wollgras
Schei­di­ges Woll­gras

Das Moor­bio­top beher­bergt die cha­rak­te­ris­ti­schen Pflan­zen­ar­ten der erz­ge­bir­gi­schen Hoch­moore, von denen stell­ver­tre­tend das Schei­den-Woll­gras (Erio­pho­rum vagi­na­tum), der Rund­blätt­rige Son­nen­tau (Dro­sera rot­un­di­fo­lia), Gewöhn­li­che Moos­beere (Vac­ci­nium oxy­coc­cos), die Kahle Ros­ma­ri­en­heide (Andro­meda poli­fo­lia), die Zwerg-Birke (Betula nana) und der Sumpf-Porst (Ledum palustre), sowie Schwarze Krä­hen­beere (Empe­trum nig­rum) und Rausch­beere (Vac­ci­nium uli­gi­no­sum) genannt seien.

(Bild Son­nen­tau: Foto-Böhme, Frau­en­stein)

Sonnentau
Son­nen­tau
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