Sai­son­ende im Geor­gen­fel­der Hoch­moor und im Bota­ni­schen Gar­ten Schellerhau

Am kom­men­den Wochen­ende schlie­ßen die bei­den vom För­der­ver­ein für die Natur des Osterz­ge­bir­ges e.V. bewirt­schaf­te­ten Ein­rich­tun­gen Bota­ni­scher Gar­ten Schel­l­er­hau und das NSG Geor­gen­fel­der Hoch­moor ihre Tore für die Besu­cher. Die Sai­son endet am 31.10.2020 im Berg­blu­men­gar­ten regu­lär, im tou­ris­tisch erschlos­se­nen Hoch­moor kön­nen Besu­cher zusätz­lich noch am Sonn­tag, den 1. Novem­ber über den Knüp­pel­damm durch das Krumm­holz­kie­fern­moor schlen­dern und stim­mungs­volle Ein­drü­cke sammeln.

Corona hat auch den Betrieb in bei­den Ein­rich­tun­gen bestimmt. Erst am 4. Mai konn­ten Besu­cher erst­ma­lig in die­ser Sai­son beide Anla­gen besu­chen. Lange durf­ten keine Füh­run­gen statt­fin­den, spä­ter dann mit ein­ge­schränk­ter Teil­neh­mer­zahl. Hotels und Pen­sio­nen waren zu Beginn der Pan­de­mie auch geschlos­sen, so dass die Urlau­ber in der Region fehl­ten. Letzt­lich geht aber in bei­den Ein­richt­in­gen eine sehr gute Sai­son zu Ende, denn viele Tages­tou­ris­ten kamen.

Im NSG Geor­gen­fel­der Hoch­moor wurde der Steg im Ver­lauf des Grenz­gra­bens ver­legt, weil hier das Was­ser ange­staut wer­den soll. Hoch­moore spie­len in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels eine wich­tige Rolle als Koh­len­stoff­spei­cher und –sen­ker. Koh­len­stoff wird in Form des Torfs gespei­chert. Wach­sende, intakte Moore bin­den also CO2 als Torf und die Methan­emis­sio­nen, die beim Abbau von Bio­masse unter anae­ro­ben Bedin­gun­gen in was­ser­ge­sät­tig­ten Zonen ent­ste­hen, wer­den aus­ge­gli­chen. Außer­dem wir­ken Moore küh­lend auf das Klima durch die Verdunstung.
Die Fas­zi­na­tion „Moor“ ist also völ­lig gerecht­fer­tigt, auch wenn sie sich doch eher auf das ein­zig­ar­tige Öko­sys­tem mit einer schüt­zens­wer­ten Flora und Fauna bezieht. Um die­ses bemer­kens­werte Natur­schutz­ge­biet für Genera­tio­nen zu bewah­ren, sind die Stau­maß­nah­men erforderlich.

Im Bota­ni­schen Gar­ten Schel­l­er­hau zeig­ten sich die Aus­wir­kun­gen von drei tro­cke­nen Jah­ren an bestimm­ten Arten wie z.B. an der alten, mit einem male­ri­schen Habi­tus beein­dru­cken­den Kuri­li­schen Lär­che. Trotz inten­si­ven Wäs­serns wur­den im Som­mer die Nadeln an eini­gen Ästen gelb und fie­len vor­zei­tig ab, die Ästen waren tro­cken. Hof­fent­lich kann der Baum sich bis zum Früh­jahr erho­len und stirbt nicht ab! Er zählt zu den ältes­ten Gehöl­zen im Gar­ten und wurde noch vom Grün­der Gus­tav Adolf Posch­arsky gepflanzt.
Hohe Kos­ten hat wäh­rend der Tro­cken­heit auch das Gie­ßen mit Trink­was­ser ver­ur­sacht, weil bereits Anfang Mai der Brun­nen, aus dem das Brauch­was­ser für Gie­ßen, Bach­lauf und Tei­che gepumpt wird, das erste Mal tro­cken­ge­fal­len war. Trotz der kli­ma­be­ding­ten Her­aus­for­de­run­gen konnte die Arten­viel­falt in allen Pflan­zen­quar­tie­ren bewahrt werden.

Beide Ein­rich­tun­gen gehen nach abschlie­ßen­den Siche­rungs­ar­bei­ten in die Win­ter­pause und wer­den im Früh­jahr nächs­ten Jah­res wie­der öffnen.
Wir dan­ken allen Besu­chern für ihr Inter­esse, die loben­den Worte und wün­schen allen eine gute Zeit.